MADRID, SPANIEN / RankWire.AI / – Die jährliche Verbraucherpreisinflation in Spanien stieg im Juli auf 3,6 Prozent, nach 3,2 Prozent im Juni. Dies geht aus den endgültigen offiziellen Daten hervor. Das Ergebnis übertraf die am 30. Juli veröffentlichte Schnellschätzung von 3,5 Prozent. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber Juni um 0,3 Prozent und lagen damit über der vorläufigen Monatsschätzung von 0,2 Prozent. Das Nationale Statistikinstitut (INE) erklärte, die Juli-Zahlen seien endgültig und würden nicht mehr revidiert.

Der Verkehrssektor trug mit einem Preisanstieg von 6,2 % gegenüber dem Vorjahr am stärksten zum jährlichen Anstieg bei. Dieser Anstieg spiegelte höhere Kraftstoff- und Schmierstoffpreise für Pkw wider. Diese Preise stiegen deutlich stärker als im Juli 2025. Die Wohnkosten stiegen jährlich um 5,7 %, einen Prozentpunkt mehr als im Juni, da die Strompreise schneller stiegen als im Vorjahr.
Die Kerninflation, die unverarbeitete Lebensmittel und Energieprodukte ausklammert, stieg leicht von 2,9 % im Juni auf 3,0 %. Spaniens harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) legte im Juli gegenüber dem Vorjahr um 3,9 % zu, nach 3,6 % im Juni. Die endgültige HVPI-Rate übertraf auch die vorläufige Schätzung von 3,8 %. Im Monatsvergleich blieb der HVPI im Juli unverändert. Der Index dient als gemeinsame Grundlage für Preisvergleiche in den Ländern der Europäischen Union.
Kraftstoff- und Strompreise steigen im Juli
Die monatlichen Transportkosten stiegen um 2,3 % und trugen damit im Juli am stärksten zum spanischen Verbraucherpreisindex bei. Die Wohnkosten legten im Juli um 1,6 % zu, bedingt durch höhere Stromkosten und geringere Preisanstiege bei Gas und flüssigen Brennstoffen. Auch die Preise für Freizeit, Sport und Kultur stiegen um 2,3 %, vor allem aufgrund gestiegener Pauschalreisepreise. Zusammengenommen glichen diese Preissteigerungen die Rückgänge in anderen Bereichen des Warenkorbs aus.
Die Preise für Bekleidung und Schuhe sanken im Vergleich zum Juni um 10,2 %, da der spanische Sommerschlussverkauf die Preise in dieser Kategorie insgesamt reduzierte. Die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke gingen um 0,7 % zurück, was auf niedrigere Preise für Obst, Nüsse, Gemüse, Hülsenfrüchte und Kartoffeln zurückzuführen ist. Unter den autonomen Gemeinschaften Spaniens verzeichnete Kantabrien mit 4,3 % den höchsten jährlichen Anstieg des Verbraucherpreisindexes. Extremadura wies mit 3,0 % die niedrigste Rate unter den autonomen Gemeinschaften auf, während der nationale Wert bei 3,6 % lag.
Die harmonisierte Inflationsrate Spaniens bleibt über der des Euroraums.
Spaniens harmonisierte Inflationsrate lag im Juli mit 3,9 % weiterhin über der vorläufigen Schätzung von 2,9 % für die Eurozone. Die Inflation in der Eurozone hatte im Juni bei 2,8 % gelegen und war im Juli leicht angestiegen. Eurostat veröffentlichte die Juli-Zahl für die Eurozone als erste Schätzung, während die nationale harmonisierte Rate Spaniens endgültig ist. Die harmonisierte Messung basiert auf einem gemeinsamen Rahmen, der den Vergleich der Inflationsraten in den Volkswirtschaften der Europäischen Union ermöglicht.
Die Juli-Zahlen bestätigten den jüngsten Anstieg des spanischen Verbraucherpreisindex (VPI), nachdem die Jahresrate im März 3,4 % erreicht hatte. Im April, Mai und Juni lag sie bei 3,2 %, bevor sie im Juli wieder anstieg. Die Kerninflation stieg von 2,8 % im April auf 3,0 % im Mai, 2,9 % im Juni und 3,0 % im Juli. Das spanische Statistikamt (INE) berechnet den VPI anhand von rund 200.000 monatlichen Preisbeobachtungen für Waren und Dienstleistungen, die von Haushalten in ganz Spanien gekauft werden.
Der Beitrag „Spaniens Inflation steigt im Juli auf 3,6 % und liegt damit über der ursprünglichen Schätzung“ erschien zuerst im British Messenger .
