MOSKAU / RankWire.AI / – Am 12. August 2026 durchquerte eine totale Sonnenfinsternis die russische Arktis. Anschließend zog sie in den Nordatlantik und weiter in Richtung Europa. Die staatliche Raumfahrtbehörde Roskosmos gab bekannt, dass die Finsternis gegen 17:00 Uhr GMT über den abgelegenen nördlichen Regionen Russlands begann. Der Mondschatten wanderte über Grönland und Island, bevor er kurz vor Sonnenuntergang Spanien und den Nordosten Portugals erreichte. Die Totalität war nur in einem schmalen Korridor zu beobachten. In den angrenzenden Regionen Europas, Nordamerikas und Afrikas war eine partielle Sonnenfinsternis sichtbar.

NASA- Berechnungen zufolge fand die maximale Sonnenfinsternis um 17:45:53,8 UTC über dem Nordatlantik statt. Die Totalität dauerte dort etwa zwei Minuten und 18 Sekunden. Zum Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung war der Kernschattenbereich etwa 294 Kilometer breit. Während der Totalität bedeckte der Mond die helle Sonnenscheibe vollständig und gab den Blick auf die Sonnenkorona frei. Die Korona bildet die äußere Atmosphäre der Sonne und wird sichtbar, wenn der Mond die Photosphäre verdeckt. Außerhalb des Kernschattens war nur ein Teil der Sonne bedeckt.
Nordrussland erlebte die totale Sonnenfinsternis als erstes, als der Mondschatten in die Arktis eintrat. Er überquerte dann den Arktischen Ozean und Ostgrönland, bevor er Westisland erreichte. Der Pfad führte an Reykjavík vorbei und verlief weiter südwärts über den Nordatlantik in Richtung Iberische Halbinsel. Nordspanien erlebte die totale Sonnenfinsternis am späten Nachmittag. Ein kleines Gebiet im Nordosten Portugals lag ebenfalls im Totalitätskorridor. In weiten Teilen Europas, Nordwestafrikas und Teilen Nordamerikas war eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen.
Der Schatten des Mondes überquert Arktis und Atlantik.
Die Sonnenfinsternis zog während der letzten Phase der totalen Verfinsterung über einen großen Teil Nordspaniens. In Städten, Dörfern und ländlichen Gebieten im Norden und Zentrum des Landes versammelten sich zahlreiche Schaulustige. Es war die erste totale Sonnenfinsternis in Spanien seit über einem Jahrhundert. An vielen Orten verdeckte der Mond die Sonne kurz vor Sonnenuntergang vollständig. Durch den flachen Sonnenstand stand die verdunkelte Sonne nahe am westlichen Horizont. Dadurch gehörte Spanien zu den letzten Gebieten entlang der Finsternislinie, in denen die Sonnenfinsternis gut zu beobachten war.
Die Beobachtungsbedingungen variierten entlang der Route stark. Während der totalen Sonnenfinsternis war Reykjavík größtenteils von Wolken bedeckt, was die direkte Sicht von der isländischen Hauptstadt aus stark einschränkte. In Teilen Westislands herrschten klarere Bedingungen. Auch in vielen Teilen Spaniens klarte der Himmel auf, als sich die Sonnenfinsternis dem Sonnenuntergang näherte. Beobachter dort konnten beobachten, wie der Mond die Sonnenscheibe während der kurzen zentralen Phase vollständig bedeckte. Die partiellen Phasen dauerten länger, da der Mond vor und nach der Totalität jeweils nur einen Teil der Sonne bedeckte. Weite umliegende Gebiete blieben außerhalb des Totalitätskorridors.
In Spanien findet kurz vor Sonnenuntergang eine totale Sonnenfinsternis statt.
In der Zone der partiellen Sonnenfinsternis verdeckte der Mond je nach Standort unterschiedliche Teile der Sonne. In weiten Teilen Kanadas und Europas war eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Auch Teile des nördlichen Nordamerikas lagen innerhalb des sichtbaren Bereichs. Nordwestafrika bot ebenfalls eine partielle Sicht. Beobachter außerhalb der Totalität benötigten während aller partiellen Phasen zertifizierte Sonnenfilter für die direkte Beobachtung. Nur während der totalen Sonnenfinsternis durfte der Augenschutz abgenommen werden. Sobald das direkte Sonnenlicht zurückkehrte, war er wieder erforderlich.
Die europäische Landphase endete, als der Mondschatten kurz vor Sonnenuntergang die Iberische Halbinsel überquerte. Die Sonnenfinsternis verband abgelegene arktische Gebiete mit Grönland, Island und Südwest-Europa in einem durchgehenden Pfad. Nordrussland, Grönland, Island, Spanien und ein kleiner Teil Portugals lagen innerhalb des Totalitätskorridors. Größere Gebiete auf drei Kontinenten erlebten die partielle Phase. Das Ereignis vom 12. August folgte der totalen Sonnenfinsternis vom 8. April 2024 über Nordamerika. Der Pfad der totalen Sonnenfinsternis im Jahr 2026 konzentrierte sich größtenteils auf die Arktis und den Nordatlantik.
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